Kaum eine andere Stadt in Südtirol verbindet mediterranes Flair und alpine Landschaft so unmittelbar wie Meran. Umgeben von schroffen Gipfeln, säumen gleichzeitig Palmen und mediterrane Gärten die Promenaden entlang der Passer. Diese Kombination aus zwei völlig unterschiedlichen Klimazonen macht die Stadt zu einem Reiseziel, das sich kaum in eine einzige Kategorie einordnen lässt.
Eine Stadt mit langer Kurtradition
Meran blickt auf eine lange Geschichte als Kurort zurück, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Damals kamen wohlhabende Gäste aus ganz Europa in die Stadt, um vom milden Klima und den Thermalquellen zu profitieren. Diese Tradition ist bis heute spürbar, etwa in der eleganten Architektur der Altstadt oder in Häusern wie einem Boutique Hotel in Meran, das den historischen Charme der Stadt in einem stilvollen Rahmen bewahrt hat.
Auch die berühmten Meraner Thermen selbst sind bis heute ein zentraler Anziehungspunkt und verbinden moderne Wellnessarchitektur mit dem traditionellen Kurgedanken der Stadt. Zahlreiche Gebäude aus der Belle-Époque-Zeit prägen bis heute das Stadtbild und erinnern an die Zeit, in der Meran als eleganter Rückzugsort für Adel und wohlhabendes Bürgertum galt.
Spaziergänge mit Aussicht
Der Tappeinerweg zählt zu den bekanntesten Spazierwegen der Stadt und führt hoch über den Dächern Merans vorbei an mediterraner Vegetation, darunter Zypressen, Agaven und Olivenbäume. Von hier aus öffnet sich immer wieder der Blick auf die umliegenden Berge und das Etschtal, was den Weg zu einem beliebten Ziel für Einheimische und Gäste gleichermaßen macht.
Wer es kürzer mag, findet auch entlang der Passer zahlreiche schattige Abschnitte, die sich besonders an warmen Tagen für einen ruhigen Spaziergang eignen, ganz ohne größere Steigungen. Für etwas ambitioniertere Wanderer bieten sich zudem Anschlusswege in Richtung der umliegenden Hügel an, von denen aus sich das gesamte Meraner Becken noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive überblicken lässt.
Gärten, die zum Verweilen einladen
Nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt liegen die Gärten von Schloss Trauttmansdorff, die regelmäßig zu den schönsten Gärten Europas gezählt werden. Auf mehreren Terrassen wechseln sich botanische Themenbereiche ab, von mediterranen Pflanzen bis hin zu alpinen Landschaftsgärten, die die Vielfalt der Region eindrucksvoll widerspiegeln.
Wer genug Zeit mitbringt, kann problemlos einen halben Tag in der Anlage verbringen, ohne dass sich die verschiedenen Bereiche wiederholen oder eintönig wirken. Auch für Familien eignet sich der Besuch gut, da mehrere Spielbereiche und Wasserstellen über das Gelände verteilt sind, sodass sich auch jüngere Gäste nach einiger Zeit noch nicht langweilen.
Ausflüge in die nähere Umgebung
Meran eignet sich zudem hervorragend als Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die umliegenden Täler. Das Vinschgau mit seinen Apfelplantagen, das Ultental mit seinen alten Lärchenwäldern oder ein Abstecher ins nahe gelegene Bozen lassen sich bequem mit dem Zug oder dem Auto erreichen, ohne dass dafür ein Umzug der Unterkunft nötig wäre.
Auch Radtouren entlang der Etsch erfreuen sich großer Beliebtheit, da die Region über ein gut ausgebautes Netz an flachen Radwegen verfügt, die sich auch für weniger geübte Fahrer eignen. Wer lieber öffentlich unterwegs ist, profitiert von der guten Anbindung der Region an das Bahnnetz, das viele der umliegenden Ortschaften ohne größeren Aufwand erreichbar macht.
Kulinarik zwischen Alpen und Mittelmeer
Die Küche Merans spiegelt die geografische Lage der Stadt wider und vereint alpine Herzhaftigkeit mit mediterraner Leichtigkeit. Lokale Weine aus den umliegenden Weinbergen, Äpfel aus dem Vinschgau und traditionelle Südtiroler Gerichte prägen die Speisekarten vieler Restaurants der Stadt. Wer die Region kulinarisch erkunden möchte, findet in Meran eine der abwechslungsreichsten Küchenlandschaften Südtirols.
Auch die zahlreichen Wochenmärkte der Stadt lohnen einen Besuch, da sich hier regionale Produkte direkt bei den Erzeugern einkaufen lassen, statt nur in Restaurants auf der Speisekarte zu erscheinen. Wer die Stadt außerhalb der Hauptsaison besucht, profitiert zudem von deutlich ruhigeren Straßen und Plätzen, ohne dabei auf das milde Klima verzichten zu müssen, das Meran zu jeder Jahreszeit auszeichnet.