Startseite AsienGünstigste Reisezeit für Trekking im Himalaya: Wann sich Nepal wirklich lohnt

Günstigste Reisezeit für Trekking im Himalaya: Wann sich Nepal wirklich lohnt

von LeonieOlsen
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Nepal ist eines der bekanntesten Trekkingländer der Welt. Das Klima im Himalaya ist allerdings stark schwankend und hängt von Höhe, Region und Monat ab. Wer eine mehrtägige Wanderung plant, sollte sich über die jahreszeitlichen Unterschiede im Klaren sein, denn diese beeinflussen die Sicht auf die Bergpanoramen, die Begehbarkeit der Routen und die Verfügbarkeit der Unterkünfte in den Teahouses.

Die vier Trekking-Saisons in Nepal im Überblick

Das Klima Nepals, das durch den südasiatischen Monsun bestimmt wird, lässt sich grob in Frühling, Sommer, Herbst und Winter unterteilen. Niederschlag, Temperatur und Sichtverhältnisse unterscheiden sich je nach Jahreszeit erheblich.

Für längere Touren sind Herbst (Ende September bis Ende November) und Frühjahr (März bis Mai) die Hauptsaisonen. In diesen Zeiträäumen herrscht das beste Wetter, die Sicht auf die Achttausender Everest, Annapurna, Dhaulagiri ist sehr klar, und die Nachttemperaturen sind auch in hohen Regionen noch angenehm.

Der Sommer von Juni bis August unterliegt dem Monsun. Heftige Regenfälle, Erdrutsche und aufgeweichte Steige machen viele Gebiete nur schwer passierbar. Im Winter von Dezember bis Februar sinken in Höhen über 4.000 m die Temperaturen regelmäßig unter -10 °C, und Pässe wie der Thorong La können durch Schnee zeitweise unpassierbar sein. Wer eine geführte Tour plant, findet bei den spezialisierten Veranstaltern für Trekking Reisen in Nepal eingehende Informationen über die einzelnen Routen und die günstigsten Reisezeiten.

Herbst: Die beste Zeit für Höhentouren

Der Herbst gilt bei den erfahrenen Trekkern als die zuverlässigste Zeit für schwere Routen. Nach dem Monsun ist die Luft klar und staubfrei, die Fernsicht auf die Bergketten erreicht ihre größten Werte im Jahreslauf. Die Tagestemperaturen liegen in mittleren Höhenlagen zwischen 15 und 20 °C, in Höhen über 4500m sinken sie schnell in die Nähe des Gefrierpunkts.

Beliebte Routen wie Everest Base Camp Trek, Annapurna Circuit, Langtang Valley sind dann am stärksten frequentiert. Ruhe suchende Trekker sollten auf Nebenrouten wie Manaslu oder Nar Phu ausweichen. Nachteilig ist die große Auslastung der Herbstmonate. Unterkünfte in beliebten Etappenorten (z. B. Namche Bazaar, Manang) sind oft ausgebucht, die Preise ziehen dann entsprechend an. Auch der kulturellen Seite ist Rechnung zu tragen: In den Monaten Oktober und November finden mit Dashain und Tihar die beiden größten hinduistischen Feste Nepals statt. In dieser Zeit können Trekker hautnah am Dorfleben teilnehmen, sollten aber damit rechnen, dass viele Geschäfte und Behörden zeitweilig geschlossen sind.

Frühling: Blühende Wiesen und milde Nächte

Von März bis Mai zeigt sich Nepal von seiner blühenden Seite. Die Rhododendren, die Nationalblume Nepals, blühen von 1.400 bis 3.600 m Höhe und färben ganze Hänge rot, rosa und weiß. Die Temperaturen steigen gegenüber dem Herbst um einige Grade, was besonders für Touren in größere Höhen angenehm ist. Nachts bleibt es in Basecamp-Höhen milder, was das Schlafen und Akklimatisieren erleichtert.

Die Sicht ist im Frühling etwas anders als im Herbst. Gerade im April und Mai können sich am Nachmittag Wolken und Dunst bilden, die beste Panoramaaufnahmen erschweren. Viele Bergsteiger ziehen diese Zeit dennoch vor, weil Expeditionen auf die Achttausender, so auch auf den Everest, traditionell im Mai stattfinden. Basiscamps sind belebt, die Infrastruktur läuft auf Hochtouren. Im Frühling finden sich für Trekker mit einer Vorliebe fürs Tierbeobachten hervorragende Möglichkeiten. Nach und nach können in den Nationalparks Langtang und Sagarmatha Himalayatahr und Moschushirsche gesichtet, viele verschiedene Vogelarten beobachtet werden. Vor allem aber ist der Frühling eine der besten Zeiten für botanisch Interessierte, da sich zu dieser Zeit die Vegetation am üppigsten zeigt.

Monsun und Winter – Zeiten für Kenner

Zwischen Juni und September bringt der Monsun 80 Prozent des jährlichen Niederschlags in Nepal. Trekking ist in vielen Gegenden möglich, aber unter oft unliebsamen Bedingungen. Blutegel, Schlammpfade, das Vermissen von Sicht und Sonne sind im Alltag der Trekker zu finden. Ausnahmen sind die sogenannten Regenschattengebiete Upper Mustang, Dolpo und die Gegend hinter dem Annapurna-Massiv, wo die Bergketten den Monsun abblocken und die Gegend trocken bleibt.

Kulturell besonders interessant, da mit zum Teil tibetisch geprägten Dörfern und Lo Manthang als höchstem Punkt mit einem nicht zu verpassenden Einblick in die alte Hochland-Kultur. Im Winter kann man kürzere Touren in tieferen Lagen unternehmen, etwa den Poon Hill Trek, das Mardi Himal Basecamp, oder Teile des Langtang-Gebiets. In tiefen Lagen ist meist noch alles gangbar, aber die hohen Pässe sind häufig verschneit, und die Teahouses in großer Höhe schließen teilweise auch für die Saison. Wer die Kälte gewöhnt ist und eine gute Ausrüstung mitbringt, hat die besten Chancen auf leere Wege, beste Sicht und starke Preisreduktionen.

Praktische Dinge und Genehmigungen

Egal, welche Reisezeit man auch wählt, für die meisten Trekking-Regionen werden offizielle Genehmigungen verlangt. Die TIMS-Karte, ausgestellt vom Nepal Tourism Board, gilt für fast alle Standardrouten. Für die Schutzgebiete Annapurna, Sagarmatha, Manaslu etc. sind zusätzlich spezielle Permits erforderlich, die zwischen 30 und 100 US-Dollar pro Person kosten können. Für die eingeschränkten Gebiete Upper Mustang und Dolpo ist ein registrierter Guide vorgeschrieben. Die körperliche Vorbereitung sollte rechtzeitig, mindestens drei Monate vor der Reise beginnen.

Dazu wird Ausdauertraining überall empfohlen, Bergwanderungen mit Rucksack und möglichst auch gezielte Kraftübungen für Beine und Rumpf. Die Anpassung an die Höhe sollte nach der Regel erfolgen, jeden Tag ab 3000 Meter nicht mehr als 300 bis 500 Höhenmeter Schlafhöhe zu gewinnen. Leichte Symptome der Höhenkrankheit unbedingt ernst nehmen, sonst verläuft sie unbehandelt häufig tödlich!

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