Startseite RatgeberSicher unterwegs im Netz: Worauf Reisende bei öffentlichem WLAN achten sollten

Sicher unterwegs im Netz: Worauf Reisende bei öffentlichem WLAN achten sollten

von LeonieOlsen
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Ob im Hotelzimmer, am Flughafen-Gate oder im Café um die Ecke: Auf Reisen verbindet sich kaum jemand noch mit dem eigenen mobilen Datenvolumen, sondern greift stattdessen auf das nächstbeste offene WLAN zurück. Roaming-Kosten außerhalb der EU und der Wunsch, schnell online zu sein, machen diese Netzwerke zu einem festen Bestandteil fast jeder Reise, unabhängig davon, wie gut sie tatsächlich abgesichert sind. Dabei denken die wenigsten daran, dass ein Hotel-WLAN oder ein Flughafen-Hotspot technisch genauso wenig vertrauenswürdig sein kann wie ein beliebiges fremdes Netzwerk zuhause.

Warum fremde Netzwerke ein Risiko darstellen

Wer sich über mehr zur Funktionsweise von VPNs bei ExpressVPN informiert, versteht schnell, warum gerade auf Reisen besondere Vorsicht angebracht ist. Viele öffentliche Netzwerke in Hotels, Flughäfen oder Cafés sind unzureichend verschlüsselt oder sogar komplett offen zugänglich. Dritte, die sich im selben Netzwerk befinden, können unter Umständen mitlesen, welche Seiten besucht werden oder welche Daten übertragen werden, ohne dass Reisende davon etwas merken. Besonders in stark frequentierten Netzwerken, etwa an großen Flughäfen oder in zentralen Hotellobbys, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch weniger vertrauenswürdige Teilnehmer im selben Netz befinden.

Ein virtuelles privates Netzwerk baut eine verschlüsselte Verbindung zwischen dem eigenen Gerät und einem externen Server auf. Der gesamte Datenverkehr läuft dadurch durch einen geschützten Tunnel, sodass selbst in einem unsicheren Hotel-WLAN kaum jemand mitlesen kann, welche Inhalte übertragen werden. Für Reisende, die unterwegs E-Mails abrufen oder Bankgeschäfte erledigen, ist das ein wesentlicher Unterschied, da sensible Vorgänge sonst offen durch ein Netzwerk laufen würden, dessen Betreiber und Absicherung völlig unbekannt sind.

Sicherheitsbewusstsein gehört zur Reiseplanung dazu

Digitale Vorsicht ist dabei nur eine von mehreren Facetten, auf die Reisende achten sollten. Auch bei der Wahl des Reiseziels lohnt sich vorab ein Blick auf die tatsächliche Sicherheitslage, denn Einschätzungen zu einzelnen Regionen unterscheiden sich oft deutlich von der veröffentlichten Wahrnehmung – ein Thema, das etwa bei der Frage, ob eine Insel wie Samos für Reisende gefährlich ist, immer wieder aufkommt. Wer sich vorab informiert, reist entspannter und kann Risiken – ob digital oder vor Ort – realistischer einschätzen, statt sich allein auf Bauchgefühl oder Schlagzeilen zu verlassen.

Ein einfacher Grundsatz hilft in beiden Fällen: Vertrauliche Vorgänge wie Online-Banking oder das Versenden sensibler Dokumente sollten möglichst nicht über ein unbekanntes offenes Netzwerk laufen. Wo sich das nicht vermeiden lässt, reduziert eine verschlüsselte Verbindung das Risiko erheblich, auch wenn sie keinen hundertprozentigen Schutz garantieren kann. Als Faustregel gilt: Je sensibler die Daten, desto wichtiger die zusätzliche Absicherung durch Verschlüsselung.

Praktische Schutzmaßnahmen für unterwegs

Neben einem VPN gibt es weitere Gewohnheiten, die sich auf Reisen auszahlen. Dazu zählen etwa die automatische WLAN-Verbindung auf dem Smartphone zu deaktivieren, sodass sich das Gerät nicht unbemerkt mit unbekannten Netzwerken verbindet, sowie für jeden wichtigen Dienst ein eigenes, starkes Passwort zu verwenden. Die Sicherheitstipps für öffentliches WLAN empfehlen zudem, WLAN nur dann einzuschalten, wenn es tatsächlich benötigt wird.

Auch die Update-Einstellungen des eigenen Smartphones oder Laptops verdienen vor Reiseantritt einen kurzen Check, da veraltete Betriebssysteme häufig bekannte Sicherheitslücken aufweisen. Ein weiterer, oft unterschätzter Punkt ist die bewusste Trennung von privaten und geschäftlichen Zugängen unterwegs, etwa durch getrennte Passwörter und, wo möglich, getrennte Geräte. Wer diese Grundlagen beachtet, reist mit einem deutlich geringeren Risiko, dass persönliche Daten unterwegs in falsche Hände geraten.

VPN-Anbieter im Vergleich: Worauf es ankommt

Am Markt existiert mittlerweile eine große Bandbreite an VPN-Diensten mit unterschiedlichem Fokus. ExpressVPN etwa wurde 2009 gegründet, hat seinen Sitz auf den Britischen Jungferninseln und gehört seit Ende 2021 zu Kape Technologies, einem an der Londoner Börse notierten Unternehmen für Cybersicherheit. Solche Hintergrundinformationen zu Sitz und Eigentümerstruktur helfen dabei, einen Anbieter besser einordnen zu können, bevor man sich für einen Dienst entscheidet. Kriterien wie die Anzahl der Serverstandorte, eine unabhängig geprüfte No-Logs-Politik oder die Kompatibilität mit dem eigenen Smartphone spielen bei der Auswahl ebenfalls eine Rolle.

Letztlich ersetzt kein VPN gesunden Menschenverstand: Wer ohnehin schon vorsichtig mit sensiblen Daten umgeht, gewinnt durch eine verschlüsselte Verbindung eine zusätzliche Absicherung, verliert aber nicht den Blick für andere Risiken unterwegs. Kombiniert mit einem wachen Blick für die Umgebung und ein wenig Vorbereitung wird aus einem einzelnen Sicherheitsbaustein ein stimmiges Gesamtkonzept für die Reise. Gerade auf längeren Reisen mit wechselnden Netzwerken, von der Hotellobby bis zum Zugabteil, zahlt sich diese Kombination aus digitaler und praktischer Vorsicht spürbar aus und sorgt dafür, dass die Reise am Ende in Erinnerung bleibt und nicht der Ärger über verlorene Daten.

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